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Einführung von Prädikantin Susanne Grimm
Am Sonntag Jubilate (26. April 2026) wurde Susanne Grimm in Rielasingen offiziell als Prädikantin des Kirchenbezirks Konstanz eingeführt.
Wir freuen uns sehr, dass Sie die Ausbildung von März 2025 bis Januar 2026 erfolgreich mit ihrem Kolloquium abschließen konnte.
Nun ist Sie im Dienst und freut sich auf „Einsätze“ im Kirchenbezirk.
In ihrer Predigt verwies sie anhand des Wortes Jesu aus dem Johannesevangelium „Ich bin der Weinstock - ihr seid die Reben“ auf die Wichtigkeit der Verbindung der Menschen zum Weinstock. Sie entfaltete den Text in der Tiefe und ließ immer wieder persönliche Erfahrungen mit einfließen. Vielen Dank!

Ein besonderer Moment war das Gebet um den Heiligen Geist für die neue Aufgabe. Es mündete in den Liedvers des Pfingstliedes:

O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher getreuer
den Herrn bekennen kann.

Herzliche Glückwünsche 🎊🎉🎈
Markus Weimer

Anbei noch ein Pilgerbericht von Susanne Grimm. Sie hat es so gemacht, wie die neue Erzbischöfin von Canterbury (Sarah Mulally). Während die Bischöfin vor ihrem Amtsantritt von London nach Canterbury pilgerte, so begab sich Susanne Grimm auf eine kleine Pilgerreise zu den Kirchen des Hegau und hat dabei besonders eindrückliche Erfahrungen gemacht.
Sie hat uns ihren Bericht zur Verfügung gestellt. Viel Freude beim Lesen!

PILGERBERICHT Susanne Grimm:
Pilgern, das bedeutet für mich, unterwegs zu sein – zu sich selbst, zu anderen und zu Gott
Mit diesem Satz habe ich mich Ende Juni an einige evangelische Gemeinden im Hegau gewandt und ihnen mein Pilgervorhaben vorgestellt.
Da ich derzeit die Ausbildung zur Prädikantin durchlaufe, wollte ich pilgernder-Weise einige Gemeinden in unserem Kirchenbezirk kennenlernen. Der Plan war, dass mir die jeweilige Kirchengemeinde einen Raum für die Übernachtung zur Verfügung stellt. Für die Verpflegung habe ich selbst gesorgt und zum Schlafen hatte ich Isomatte und Schlafsack dabei.
Eine Woche lang wollte ich unterwegs sein und habe mir folgende Route überlegt:
- 1. Tag von Stein am Rhein nach Büsingen
- 2. Tag von Büsingen nach Gottmadingen
- 3. Tag von Gottmadingen nach Hilzingen
- 4. Tag von Hilzingen nach Tengen
- 5. Tag von Tengen nach Engen
- 6. Tag von Engen nach Aach
- 7. Tag von Aach nach Singen/ Paulusgemeinde Südstadt
Im Vorfeld habe ich alle betreffenden Gemeinden angeschrieben. Nachdem ich von allen Kirchengemeinden für die entsprechenden Tage eine Zusage bekommen hatte, konnte ich am 07.09. starten.
Der Beginn meiner Pilgertour war ein Abendmahlsgottesdienst in Kattenhorn. Der Pfarrer der Hörigemeinde Gaienhofen/ Kattenhorn ist mein Mentor für die Prädikantenausbildung. Deshalb übernehme ich in dieser Kirchengemeinde während der Ausbildung immer wieder Aufgaben im Gottesdienst wie Liturgie, Predigt oder Abendmahl.
Losgelaufen bin ich dann in Stein am Rhein
An der Schweizer Rheinseite entlang lief ich über Diessenhofen und Gailingen zur Dorfkirche von Büsingen, wo ich im Turmzimmer übernachten konnte.
Am nächsten Tag ging es nach einem Besuch der wunderschönen romanischen Bergkirche St. Michael zur Lutherkirche nach Gottmadingen. Die nächste Station war die Paul-Gerhardt Kirche in Hilzingen. Nach der Übernachtung im Jugendraum dieser Kirche konnte ich morgens Birgitt Fehrle im Pfarrbüro Hallo sagen bevor es dann weiterging nach Tengen. Diese Tour war die längste und anstrengendste Etappe (insgesamt etwas über 20 km und 1000 Höhenmeter). Von Tengen aus lief ich auf dem alten Postweg nach Engen. Die nächste Tour führte mich nach Aach, wo ich eine Pause an der größten Quelle Deutschlands einlegte, bevor ich in der evangelischen Kirche von Aach mein Nachtlager aufschlagen durfte. Und dann ging es auch schon zur letzten Station, der Pauluskirche in Singen/ Südstadt. Nach einem wunderschönen Gottesdienst machte ich mich auf den Heimweg nach Rielasingen, voller Vorfreude auf meine Familie, auf eine Dusche, auf mein eigenes Bett!
Meine 1-wöchige Pilgerreise war beendet und ich bin sehr dankbar!
Vor allem danke ich Gott für Bewahrung auf allen Wegen und für das gute Wetter!
Und ich danke allen beteiligten Kirchengemeinden und den engagierten Menschen, die mir die Räume geöffnet haben!
Ich freue mich, dass ich so viele freundliche Menschen kennenlernen durfte und ich jetzt zu all diesen Kirchen einen ganz persönlichen Bezug entwickeln konnte!
7 Tage unterwegs zu sein in der wunderschönen Landschaft des Hegau, ganz für mich und außerhalb aller Verpflichtungen, ohne Uhr und ohne Hast – es wurde wirklich ein Unterwegs-sein zu mir selbst, zu anderen und zu Gott.
Danke Gott, ich durfte erfahren und spüren:
Du stellst meine Füße auf weiten Raum (Psalm 31,9)
Informationen:
bis