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Ein Statement zum Anschlag auf den CSD in Berlin
Auch uns als Teil der Gemeindeleitung nimmt der Anschlag in Berlin auf den Christopher Street Day mit, macht uns traurig und betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der getöteten Person, den Verletzten sowie allen Menschen, die dieses furchtbare Ereignis miterleben mussten.
Ein Angriff auf Menschen, die friedlich zusammenkommen, um für Würde, Freiheit und ihre Rechte einzustehen, ist ein Angriff auf die Menschlichkeit und auf die Grundwerte unseres Zusammenlebens. Meinungsvielfalt, unterschiedliche Ansichten, wie ein gutes Zusammenleben zu gestalten ist und welche Werte dieses Land prägen sollen, müssen in einer offenen und freien Gesellschaft ihren Platz haben. Gewalt und Terror dürfen keinen Platz in dieser Gesellschaft haben und sind zurückzuweisen.
Religiöser Extremismus, der den Namen Gottes für Hass und Gewalt missbraucht, widerspricht dem Wesen des Glaubens und verdient unsere entschiedene Verurteilung.
Ebenso entschieden wenden wir uns gegen jede Form von pauschaler Verurteilung von Musliminnen und Muslimen oder von Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Schuld eines Täters darf nicht einer ganzen Religionsgemeinschaft oder Bevölkerungsgruppe zugeschrieben werden. Wer den Anschlag benutzt, um Hass gegen Muslime oder Migrantinnen und Migranten zu schüren, setzt den Kreislauf von Feindseligkeit und Ausgrenzung fort.
Als christliche Gemeinde glauben wir daran, dass jeder Mensch als Ebenbild Gottes eine unveräußerliche Würde besitzt. Deshalb treten wir ein für den Schutz des Lebens, für den Frieden und für einen respektvollen Umgang miteinander – unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität.
In diesen Tagen beten wir für die Opfer und ihre Angehörigen, für alle Einsatzkräfte und für unsere Gesellschaft.
Wir sind gefordert, Hass nicht mit Hass zu beantworten, sondern dem Bösen mit Mut, Wahrheit und Nächstenliebe entgegenzutreten.
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römer 12,21)

Pfr. Jonas Ullmann & Pfr. Alexander Philipp
Informationen:
bis